RSS Feed
  1. San Blas – mas o menos paradise

    Mai 4, 2012 by Tiger

    Ueber Panama City gibt es nicht so viel zu sagen.. Wir sind durch ganz schlimme Teile gegangen, die schlimmsten Stadtteile unserer ganzen Reise. Unglaublich schmutzig und ich moechte nicht sagen wonach es ueberall stank.

    Die Altstadt von Panama war aber wiederum sehr schoen, obwohl viel gebaut wurde. Wir haben uns auch das Haus des Presidenten von Panamas angeguckt von aussen, aber so spannend war das irgendwie auch nicht, weil wir ihn vermutlich nichtmal erkannt haetten wenn er vor uns gestanden haette.. Sehr laessig fand ich aber auf jeden Fall dass er lebende weisse Fischreiher bei sich vorm Eingang rumlaufen hat.

    Von Panama City sollte es dann um 5 oder 5.30 nach San Blas gehen. Natuerlich kamen da wieder die  typischen Panama – 1.5 Stunden Wartezeit drauf  und wir wurden um 7 Uhr morgens abgeholt. 1.5 Stunden, die wir gut haetten laenger schlafen koennen.. Aber naja.. man gewoehnt sich an die Unpuenktlichkeit.

    Mit dem Auto ging es dann erst 3 Stunden bis zum ´Port´ von San Blas und dann nochmal eine Stunde mit dem Boot zu Franklin´s Island.  Die Insel selbst war wunderschoen. Weisser Sandstrand, hellblaues Wasser und so klein, dass man in  Minuten einmal aussen rum gehen konnte. Wirklich ein Paradis, haetten wir sie uns nicht ungefaehr mit 30 Israelis teilen muessen, die aus irgendwelchen Gruenden echt keine Deutschen mochten und uns das auch ziemlich spueren lassen haben.

    Die  Tage waren trotzdem sehr schoen und wir haben sie heile ueberstanden. Dem Cousin des Besitzers der Insel haben die Israelis vor ein paar Wochen die Nase gebrochen, weil er ein Sonnenzeichen der Einbeborenen auf sein Boot gemalt hat, das einem gewissen anderen Zeichen zu aehnlich sah.. ^^

    Aber wir haben uns trotzdem gut entspannt und haben nochmal ordentlich Sonne getankt! Die sanitaeren Anlagen (wenn man das ueberhaupt so bezeichnen kann) waren sehr abenteuerlich> Bei den Toiletten gab es keine Spuelung sondern man musste immer einen Eimer Wasser hinterherschuetten. Und die Duschen waren nur zwischen 5 und 6 Uhr Abends geoeffnet. Zu dieser Zeit schuetteten dann die Leute die auf der Inseln arbeiten die ganze Zeit Wasser in einen Tank ueber den Duschen, so dass unten Wasser rauskommt… Echt ein Erlebnis! 😀

    Trotz der  Tage im *Fast-Paradies* sind wir aber doch ganz froh, dass es weiter nach Miami geht, wo es endlich mal wieder etwas sauberer und vor allem puenktlicher zugeht! Aber wer weiss, vielleicht vermissen wir es auch, wenn uns auf der Strasse nicht mehr jeder hinterherpfeift! 😉


  2. Bocas del Toro – Karibikfeeling pur!

    Mai 3, 2012 by Baer


    Nur 4 Stunden Busfahrt brachte uns von den Highlands zurueck ans Meer. Diesmal allerdings auf die Karibikseite! Wir haben im „Hostel Hansi“ gewohnt, das allerdings nicht von einem Hansi sondern von einer Heike gefuehrt wurde. Unuebersehbar, dass sie deutsch war – es gab an jeder freien Wand Zettel mit Regeln und 5 Muelleimer zum Muelltrennen. Aber die Zimmer waren sauber und komfortabel, das konnten wir echt mal wieder gebrauchen! Wir haben 2 andere deutsche Maedels kennen gelernt, mit denen wir den ersten Abend in einer coolen Bar direkt a Wasser vebracht haben. Dank ihnen wissen wir jetzt, dass Martini auch sehr lecker schmecken kann, wenn man ihn nicht fuer einen Euro im Aldi kauft! ^^ Wenn wir wieder in Deutschland sind, werden wir definitiv in ihren Martini-Club eintreten! Bocas Town ist eine kleine Stadt mit vielen bunten Holzhauesern am Wasser. Die schoensten Straende befinden sich allerdings auf der  Nachbbarinsel Isla Bastimentos, auf die wir an unserem

    ersten Tag in Bocas uebergesetzt sind. Und wir wurden nicht enttaeuscht, der Red Frog Beach war der schoenste Strand, den wir seit Varadero gesehen hatten! Und noch besser: Keine Algenplage so wie fast immer auf der Pazifikseite! Wir haben den ganzen Tag an diesem schoenen Strand verbracht. Das Highlight des Tages folgte aber trotzdem erst am Ende des Tages:  Spontan sind wir mit ein paar anderen Leuten aus dem Hostel an einen Strand auf der Hauptinsel gefahren, wo man nachts Schildkroeten beim Eierlegen beobachten kann. Und wir hatten tatsaechlich Glueck: Wir konnten einer riesigen Leatherback Schildkroete (1,50m lang und 500kg) beim Eierlegen zusehen. Das war der Wahnsinn und definitiv ein Highlight der ganzen Reise!

    An unserem 2. und letzten Tag auf den Bocas Inseln waren wir am Playa de Estrella, wo es ziemich grosse Seesterne im flachen Wasser zu bestaunen gab. Den Abend haben wir dann mit unseren Martini/Club Freundinnen und dem entsprechenden Getraenk ausklingen lassen… 😉


  3. Lost…and Found?

    Mai 3, 2012 by Baer

    Von Corcovado aus sind wir direkt weiter nach Panama gefahren. Um an unserem Ziel anzukommen brauchte es nur 5 Busse, ein Boot, eine Grenzueberquerung  und insgesamt 12 Stunden Reisezeit. Ein Kinderspiel also! Schliesslich schafften wir es aber doch an der richtigen Stelle vom Busfahrer rausgelassen zu werden. Ploetzlich waren wir nicht mehr an der Kueste sondern in den Bergen Panamas und mindestens 15 Grad kaelter als sonst (was aber sehr angenehm war…) .  Das Hostel lag auch nicht direkt an der Strasse, sonder erforderte noch eine 20-minuetige Kletterpartie den Berg hinauf. Macht nach 12 Stunden Busfahrt und 20 Kilo auf dem Ruecken besonders Spass… Endlich angekommen wurden wir allerdings mit einem grandiosen Blick ueber die Berge belohnt. Das Hostel heisst Lost and Found und hat mich ein bisschen an eine Wanderhuette in den Alpen erinnert. Die Leute dort (mindestens so viele Voluntaere wie Gaeste, glaube ich…) waren alle sehr nett und entspannt.  Abends haben wir dann noch Bekannt schaft, mit Rocky gemacht, einem „honey bear“  (kinkajou) und Hostelmaskottchen, der an uns hoch und runter geklattert ist und in die Nase beissen wollte. Am naechsten Tag erkundeten wir noch ein bisschen die Wanderwege bevor es dann auch schon weiter  ging  an die Karibikueste!


  4. Corcovado – 2 Tage im Dschungel

    Mai 3, 2012 by Tiger

    In Corcovado haben wir endlich den Dschungel gesehen, den wir uns auch fuer Manuel Antonio erhofft hatten.  2 Tage haben wir mitten im Dschungel verbracht weit weg von jeglicher Zivilisation. Es war auch gar nicht so einfach erstmal bis nach Corcovado zu kommen. Von Manuel Antonio mussten wir 3 Busse, ein Taxi und ein Boot bis nach Drake nehmen. Vor allem die Fahrt mit dem Boot war an sich schon ein Abenteuer, weil der Fahrer mit richtig viel Speed ueber die Wellen und durch den Dschungel geheizt ist. Das hat richtig viel Spass gemacht. Irgendwann mussten wir in einen sehr kleinen Fluss abbiegen, ich wuerde ihn eher als Bach bezeichnen, bei dem man dachte das Boot kann niemals da durchpassen, weil rechts und links ueberall Mangroven wuchsen.. -gut, es passte auch an einigen Stellen nicht, aber irgendwie sind wir doch durchgekommen und heile in Drake angekommen. Dort mussten wir  mit allen unseren Sachen durchs Meer bis an den Strand laufen. Am Strand haben wir versucht uns irgendwie durchzufragen wo denn das Hostel sein koennte, das wir gebucht hatten, weil am Strand direkt irgendwie nur 5 Haeuser waren, aber so richtig wollte uns niemand antworten. Irgendwann fuhr ein Auto vor und der Typ meinte er bringt uns da gerade hin. Da wir einfach keine andere Chance hatten sind wir eingestiegen, aber bereits nach 5 Minuten wurde dir Fahrt richtig gruselig, weil die Strasse immer kleiner und die Gegend immer verlassener wurde. Als wir dann noch durch einen kleinen Bach und immer weiter in den Dschungel sind, hatte ich eigentlich schon jede Hoffnung aufgegeben, mit all unserem Besitz im Hostel anzukommen. Kathi wurde auch immer nervoeser neben mir im Auto und als wir nach weiteren 5 Minuten immer noch nicht da waren, war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass der Typ uns gleich ausraubt und irgendwo im Dschungel aussetzt. Doch als ich gerade meine Kamerakarte aus der Kamera und in meinen Bauchgurt geschmuggelt hatte, hat das Auto doch mitten im Dschungel gehalten und der Mann hat uns erklaert wir muessen nur dem kleinen Weg ueber den Berg folgen und dann waeren wir auch schon da.. Unglaublich, aber er hat uns wirklich da abgesetzt wo wir hin wollte.. Es konnte ja keiner ahnen, dass das Hostel mitten im Nichts ist.

    Der Weg hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Wir haben in einer kleinen nettten Huette mitten im Dschungel geschlafen und bei den Besitzern – einer Hollaendischen Frau und ihrem Mann aus Costa Rica – das Beste Essen in den ganzen  9 Wochen bekommen.. Es war nur immer etwas gruselig vom Haupthaus durch den absolut dunklen  Dschungel wieder zurueck zu unserer Huette zu finden.

    Am naechsten Tag mussten wir um halb 5 aufstehen, um passend zum Sonnenaufgang um 5 noch leckere Pancakes zu bekommen und bis 6 den Weg durch den Fluss und den Dschungel zurueck zu dem Strand zu schaffen an dem die Tour nach Corcovado losging.

    Zunaechst ging es mit dem Boot und unserem persoenlichen Guide Kenneth nach La Sirena. Dort sind wir dann 2  Tage mit Kenneth durch den Dschungel gewandert – teilweise nicht immer auf den dafuer vorgesehenen Tracks – und haben viele coole Tiere aufgestoebert.  4 verschiedene Affenarten, Guatusas, einen Verwandten des Waschbaeren, einen total suessen Ameisenbaer, Aras, Tukane, Kroeten (an denen man nicht lecken darf), Wildschweine und viele andere. Geschlafen haben wir in der Station wo die Ranger in La Sirena leben. Wir haben sogar eine Wanderung im Dunkeln gemacht um  4 Uhr morgens. Das war ziemlich spannend. Etwas gruselig fand ich es, dass wir an einem Fluss Mittagspause gemacht haben, an dem Krokodile teilweise 10Meter vor uns hergeschwommen sind. Irgendwie reagieren Leute aus Costa Rica wirklich viel gechillter auf Krokodile als Australier.. Dabei waren die Krookodile teilweise auch so 2-3 Meter lang. Als wir am 2. Tag immer noch keinen Tapir gesehen hatten, hat Kenneth versucht Spuren zu verfolgen und nachdem wir uns eine halbe Stunde durch das Gestruepp des Dschungels geskaempft hatten, haben wir wirklich einen schlafenden Tapir gefunden. Die Tiere sind sooo riesig. Ich hatte ihn mir schon gross vorgestellt, aber das hat er trotzdem noch uebertroffen. Wie ein kleiner Elefant.

    Auf dem Rueckweg mit dem Boot haben wir noch Delphine gesehen und so war das Abenteuer Corcovado eigentlich perfekt. Wir haben noch eine Nacht in der Huette in Drake verbracht und konnten uns am naechsten Tag mit gutem Gewissen auf den Weg nach Panama machen

     


  5. Manuel Antonio Teil 2

    April 28, 2012 by Tiger

    Kaum zu glauben, aber auch unsere Zeit in Manuel Antonio ist schon wieder zu Ende, was einerseits wirklich schade ist, weil man sich doch sehr an das Leben und die Leute hier gewoehnt hat und der Park einfach so schoen ist. Aber andererseits auch ganz gut, weil die Arbeit fuer Voluntaere im Park doch recht einseitig ist!^^

    Wie jedes Kind irgendwann einsehen muss, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, mussten Kathi und ich einsehen, dass der versprochene „Tierbeauftragte“, mit dem wir im Park in interessanten Tierprojekten arbeiten sollten, nicht existiert.  Unsere Arbeit beschraenkte sich die meiste Zeit auf Eintrittskarten einscannen und nachdem wir uns beschwert hatten auf Muell einsammeln und Eintrittskarten einscannen. Naja aber auch das lies sich verschmerzen angesichts der schoenen Straende die man nach der Arbeit fuer sich hatte zum Sonnen, Beach Volleyball spielen oder Joggen. Ab und zu durften wir auch am Strand arbeiten und darauf achten, dass die Touristen nicht die ganzen Affen und Waschbaeren fuettern, die ueberall am Strand rumturnen. Obwohl ich fuer die Aufgabe eher weniger geeignet war, weil mein Spanisch  immer noch nicht so gut ist und ich viele Woerter verwechsele. So habe ich z.B. statt „Fuettert die Tiere nicht“ auf spanisch „no alimente los alemanes“ gesagt habe, was so viel heisst wie „Fuettert die Deutschen nicht!“ (Vielleicht haben wir deshalb staendig nur Reis bekommen? 😉 )

    Wir haben im Park schon viele coole Tiere gesehen: Schlangen, Faultiere, Affen, Waschbaeren, Leguane, Echsen die uebers Wasser gehen konnten (Jesus Christ Lizard) , komische haarige Schweinchen ohne Schwanz, aber wir hoffen trotzdem darauf in Corcovado  (einem noch groesseren National Park im Dschungel weit weg von der Zivilisation) noch mehr Tiere zu sehen und endlich wieder etwas anderes als Reis zu essen!

    Wir haben mittlerweile 3 Theorien, was im Park mit meiner Hand passiert ist: Entweder bin ich mit einem giftigen Frosch kollidiert, es hat mich irgendein Kaefer angespritzt oder das Regenwasser was von den giftigen Apfelbaeumen tropft hat mir die Hand veraetzt.. Aber es heilt langsam..


  6. Manuel Antonio – oder auch „Cast away 2“

    April 12, 2012 by Tiger

    Wir sind nach einer ewiglangen Busreise von Montezuma endlich in Manuel Antonio angekommen! 🙂 Und um alle zu beruhigen die versuchen uns ueber Handy zu erreichen, wir haben nirgendwo im Park oder im Umkreis Handyempfang und Internet auch nur selten wenn wir im Ticketoffice ausserhalb des Parks arbeiten. Es geht uns aber gut! 🙂

    Der Park ist wirklich wunderschoen! Traumhafte Straende und am coolsten ist, dass wir all das Montags und sonst jeden Tag nach 3 fuer uns haben! Man kommt sich echt ein bisschen vor wie in Cast away wenn man so ueber die Straende streift.. Tiere haben wir auch schon viele gesehen: Waschbaeren, diverse Affen, Rehe und endlich mein erstes Faultier!! 🙂

    Wir wohnen etwas gruselig alleine im Dschungel, die Ranger wohnen in einem anderen Haus. Das war vor allem am ersten Tag etwas unheimlich, weil der Ranger uns das Zimmer gezeigt hat und meinte wie sollen dieses Zimmer nehmen, weil es das „sichererste“ des ansonsten leerstehenden Hauses sei und uns dann gezeigt hat, wie wir es mit einer Gabel aufbrechen koennen um reinzukommen.. Einen Schluessel gab es nicht, aber es ist halt das einzige Zimmer im Haus bei dem man die Tuer ueberhaupt richtig zumachen kann.. Man muss sie dann halt nur mit der Gabel wieder aufbrechen, wenn man wieder reinmoechte.. Naja.. was solls.. das aufbrechen hab ich schnell rausgehabt und ausser krachmachenden Hirschen laeuft nachts ja auch nichts Gruseliges im Park rum.

    Im Zimmer selbst haben wir ein kleines Krabben, Spinnen und Maikaeferproblem, aber wir haben ja zum Glueck ein Moskitonetz mitgenommen und das hilft auch gegen Krebse die nachts versuchen in unsere Betten zu krabbeln! 😉

    Die Arbeit ist bis jetzt ziemlich gemischt.. Von Muelleinsammeln, ueber Baenke und Zaeune zusammennageln, mit einer Machete Bambus faellen (das hat mir natuerlich bis jetzt am meisten Spass gemacht^^), Regenrinnen saeubern bis hin zu heute Ticketsverkaufen war an den ersten drei Tagen schon alles dabei.. Am coolsten ist es mit dem kleinen Wagen ueber die komplett leeren Straende zu fahren um von einem Arbeitsort zum anderen zu kommen! 🙂 Das Essen ist auch ganz ok.. Morgens gibt es meistens Reis, Mittags Reis und Abends dann zur Abwechslung Reis!^^ Naja aber es ist auf jeden Fall lecker und man wird satt! 😉

    Ab 3 jeden Nachmittag haben wir meistens frei, wir duerfen den Park zwar bis jetzt alleine nicht verlassen, weil die Ranger irgendwie unglaubliche Angst haben, dass wir irgendwo Drogen nehmen koennten und uns, wenn es sein muss, zum Wasser kaufen fahren, aber man kann die Nachmittage auch durchaus an den schoenen Straenden verbringen, die wir uns bis jetzt nur mit einem Krokodil teilen muessen (von dem wir nicht genau wissen ob es gefaehrlich ist oder nicht.. Die Leute hier nehmen Krokodile irgendwie nicht so ernst wie in Australien)

     


  7. Semana Santa (Oder: Wie ganz Costa Rica an den Strand reiste)

    April 12, 2012 by Baer

    Unsere zweite Schulwoche in San Jose war nur drei Tage lang, denn wegen Ostern bzw. der Semana Santa wie sie es hier nennen war ab Donnerstag alles geschlossen, viele Geschaefte sogar schon ab Mittwoch. Fuer uns hiess das mehr Zeit zum Reisen, aber es hiess auch gleichzeitig mit geschaetzten 90% der Einwohner San Joses gleichzeitig die Stadt Richtung Strand zu verlassen. Einen Vorgeschmack darauf was das bedeutet bekamen wir schon am Montag, als kein einziges Hostel in Montezuma mehr ein Bett frei hatte. Zum Glueck konnte unsere Gastmutter uns eine Cabiña in Mal Pais in der Naehe von Montezuma reservieren. Den richtigen Semana Santa Schock hatten wir aber erst am Donnerstag morgen. Auf Draengen unserer Gastmutter sind wir in aller Herrgottsfruehe aufgestanden und kamen um kurz nach 4 Uhr Nachts an der Bushaltestelle an, wo der Bus nach Mal Pais 2 Stunden spater abfahren sollte. Wir haben das fuer ziemlich uebertrieben gehalten, aber waren ihr dann doch seeehr dankbar! Um kurz nach vier gab es naemlich schon eine Schlange. Um 5 war sie so lang, dass wir das Ende nicht mehr sehen konnten. Unglaublich! Als dann um halb 6 drei Busse bereit gestellt wurden, war klar dass hoechstens ein Viertel aller wartenden Personen wuerde mitfahren koennen. Es brach eine gewisse Unruhe aus, aber die Angestellten hatten die Menge doch ganz gut im Griff und Julia und ich ergatterten unseren verdienten Platz im Bus. Weiter ging es auf der ueberfuellten Strasse. Vor hinter und neben uns vollgepropfte Autos (Strandmatten, Kuehltaschen, Kinder, Hund, Oma, … alles was ins Auto passte wurde anscheinend mitgenommen). Auf der Faehre, die wir irgendwann endlich erreichten, bekam man kaum einen Fuss auf den Boden. Erstaunlich, dass es ueberhaupt noch schwimmen konnte! Nach 10 unglaublich langen und heissen Stunden kamen wir endlich in Mal Pais an. (Und, wie durch ein Wunder,  auch unsere Rucksaecke, wenn auch in einem anderen Bus als wir.)

    Unsere Unterkunft war ziemlich urig. Victor Bolaños, der Bekannte unserer Gastmutter, holte uns von der Bushaltestelle ab und fuehrte uns in seinen Hinterhofgarten, wo er 2 Cabiñas zusammengezimmert hat, die er vermietet. Toilette und Dusche sind ebenfalls in einer kleinen Huette draussen untergebracht. Im Abfluss lebte ein riesiger Krebs, der uns am Anfang ziemlich erschreckt hat. Aber es gibt eine gut eingerichtete Kueche und der kleine Garten ist niedlich. Das Beste ist aber, dass uns ein kleiner, frecher Welpe begruesste, den wir sofort ins Herz schlossen. Die meiste Zeit verbrachte er damit den Garten umzubuddeln, in unsere Fuesse zu beissen oder wahlweise unsere Schuhe oder Taschen zu klauen, aber wir haetten ihn trotzdem am Liebsten mitgenommen! 😉

    Nach der anstrengenden Busfahrt wollten wir uns nur noch im Meer abkuehlen. So wirklich wurde daraus aber leider nicht. Zum Einen ist das Meer hier viel zu warm als das es irgendwie abkuehlend wirken koennte. Schlimmer war aber, dass das Wasser ziemlich schmutzig war. Es hatte eine komische rotbraune Farbe, roch komisch und war auch noch mit einer Schaumkrone bedeckt… Deshalb mussten wir unseren Wasseraufenthalt ziemlich einschraenken. Trotz allem war der Strand aber wunderschoen und die Atmosphaere war ziemlich chillig. Eine kleine Surfer-/Hippiekommune hat sich an diesem Kustenabschnitt angesiedelt und die Surfer lassen sich auch nicht durch das komische wasser abschrecken. Ausserdem sind auch viele Costa Ricanische Jugendlich hier. Deshalb haben wir auch den zweiten Tag am Strand verbracht. Abends haben wir eine coole Strandbar zwischen den Palmen entdeckt, mit Kissen im Sand und leckeren Cocktails. Der perfekte Platz um den Sonnenuntergang zu beobachten!

    An unserem dritten und letzten Tag sind wir mit einem englischen Geschwisterpaar nach Montezuma gefahren, die wir vor der Autovermiertung angesprochen haben und die uns netterweise mitgenommen haben. Enndlich blaues Wasser! Die Rueckfahrt war auch ein Erlebnis, da wir hinten auf dem Pick Up einer Costa Ricanischen Familie mitgefahren sind und ueber die unbefestigten Strassen gebraust sind.

    Abends sind Julia und ich dann noch zu einem unfreiwilligen Candlelight Dinner gekommen, weil der Strom fuer einige Stunden ausgefallen war. Es war sehr romantisch. 😉

     


  8. La Fortuna

    April 5, 2012 by Tiger

    Am Wochenende wollten wir endlich wieder einmal ein bisschen raus aus der Grossstadt und sind mit 3 Freunden aus der Sprachschule nach La Fortuna gefahren.

    Die Fahrt war sehr anstrengend, weil man wieder direkt an der Bushaltestelle von Leuten zugetextet wurden, dass wir viel zu spaet sind um unseren Anschlussbus zu kriegen und deshalb nicht mehr fahren koennten, aber „Gott sei Dank“ haetten sie zufaellig auch ein Taxiunternehmen und koennten uns weiterhelfen!^^

    Es fuhren natuerlich noch Busse und auch Anschlussbusse, obwohl wir auch hier wieder Pech hatten und den Anschlussbus um 5 Minuten verpasst haben, sodass wir warten mussten und sich die gesamte Fahrt insgesamt auf 9 Stunden gestreckt hat und wir erst um Mitternacht da waren..  Einem von uns wurde darueberhinaus auch noch etwas aus seiner Tasche unten im Bus geklaut.

    Trotzdem hat sich der ganze Aufwand gelohnt und wir sind in einem sehr schoenen Hostel gelandet am naechsten Tag haben wir eine sehr interessante Tour gemacht. Die Tour ging als erstes zum Vulkan Arenal (von dem man aber nur ungefaehr erahnen konnte, dass es ein Vulkan ist, da er bis zur Haelfte in Wolken verschwunden ist) Wir haben aber eine sehr spannende Tour durch den Dschungel um den Vulkan gemacht und dort viele Affen, Voegel (auch Kolibris) und andere Tiere gesehen und uns anschliessend in einem Wasserfall abgekuehlt..

    Auf dem Rueckweg haben wir sogar noch eine seeehr giftige Schlange unter einem Auto gesehen (gebissen hat man 45 Minuten bis zum Tod).. In Australien haben wir eigentlich gelernt, wenn man so eine Schlange in 2-3m Entferung sieht, sollte man langsam rueckwerts gehen und sich moeglichst schnell entfernen.. In Costa Rica lernt man das anscheinend anders, denn unser Guide hat sie eher mit einem Stock gepiekst und versucht sie zu fangen.. Die Schlange fand das auch eher nicht gut und ist kurz wild rumgelitzt, was ich besonders toll fand, da ich echt nah dran stand und nur Flip Flops und Minirock anhatte! :-/

    Aber es ist zum Glueck niemandem was passiert und so konnten wir die Tour mit einem Bad in versteckten heissen Quellen des Vulkans ausklingen lassen, in denen wir noch eine Schlammmaske und einen Cocktail bekommen haben..

    Den naechsten Tag haben wir noch ein bisschen am Pool des Hostels verbracht und dann ging es auch schon wieder zurueck nach San Jose!


  9. Hablamos Español!

    April 5, 2012 by Baer

    Die Zeit rast. Jetzt ist die Haelfte unserer Zeit in San José vorbei und damit auch die Haelfte unserer gesamten Reise! Vor einer Woche sind wir nach einer langen und anstrengenden Busfahrt von Nicaragua aus hier angekommen. Wir wohnen bei einer Gastfamilie und machen zwei Wochen lang einen Sprachkurs. Die Schule ist total winzig: Nur 6 Schueler und 3 Lehrer, plus den Chef Meynor.  In unserer „Klasse“ sind wir nur zu viert, so dass der Unterricht ziemlich intensiv ist. Wir haben das Gefuehl in der kurzen Zeit schon viel gelernt zu haben! Unsere Gastfamilie ist auch recht nett, vor allem unsere Gastmutter.  Sie versucht jeden Tag sich mit uns auf Spanisch zu unterhalten, obwohl es bestimmt ganz schoen anstrengend ist unser Kauderwelsch zu verstehen! 😉 Die Kinder ignorieren uns allerdings die meiste Zeit, wahrscheinlich nervt es sie immer fremde Leute im Haus zu haben.

    Es ist Wahnsinn, wie abgesichert hier alle Haueser sind! Wir haben einen bestimmt 3 Meter hohen massiven Zaun um unser Haus herum und oben drauf zur Sicherheit noch Stacheldraht. Zusaetzlich gibt es in den Wohngebieten in regelmaessigen Abstaenden noch kleine Haeuschen in denen nachts ein Wachmann sitzt. So gefaehrlich kommt es uns hier eigentlich gar nicht vor…

    Costa Rica ist im Vergleich zu den vorherigen Laendern ziemlich teuer. Am ersten Tag haben wir nicht auf die Preise geachtet und haben erstmal direkt 9 Euro fuer einen Sub bei Subway bezahlt. Deshalb halten wir uns jetzt an traditionelles Essen, was wesentlich guenstiger ist. Das bedeutet hauptsaechlich Reis, Huehnchen und Bohnen! Abends kocht unsere Gastmutter zum Glueck meistens sehr lecker. Aber an Reis und Bohnen zum Fruehstueck habe ich mich noch nicht gewoehnt…

    San José ist keine besonders schoene Stadt, ziemlich laut, schmutzig und hektisch. Aber wir haben uns doch ganz gut eingelebt. Am Wochenende gehts aber zum Glueck raus aus der Stadt, wir fahren mit ein paar Freunden aus der Schule nach La Fortuna, einen noch aktiven Vulkan besichtigen! 🙂


  10. Nicaragua

    März 25, 2012 by Baer

    Nach einer unendlich langen Busfahrt (um 5 Uhr morgens gings los, um 7 Uhr abends waren wir erst da…) sind wir in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas angekommen und es war definitiv der unheimlichste Ort wo wir bisher angekommen sind! Wir waren froh, dass wir nicht noch raus mussten, sondern wir das Ticabus Hotel gebucht hatten, was direkt neben dem Ticabus-Terminal ist.  Das Hotel war allerdings nicht sooo super, ziemlich hellhoerig, was ziemlich aetzend ist, wenn ab 4 Uhr morgens immer Leute durchs Hotel laufen um ihren Bus zu kriegen. In der zweiten Nacht ist jemand auf die tolle Idee zu kommen seinem Lap Top in die Steckdose vor unserem Zimmer zu stecken und von dort mit seiner Freundin zu Skypen. Man konnte sowohl jedes seiner als auch jedes ihrer Worte verstehen! Und das um 4 Uhr morgens!! Uns blieb nichts anderes uebrig als aufzustehen und ihn zu vertreiben.

    An unserem einzigen Tag in Niacaragua haben wir einen Ausflug zur Isla de Ometepe gemacht. Suuper schoen! Die Insel liegt im Lago de Nicaragua, einem riesigen See. Auf der Insel hatte man eher das Gefuehl man ist am Meer, denn es war kein bisschen Ufer zu sehen. Unser ¡persoenlicher! Guide Enrique hat uns einge coole Plaetze gezeigt, zum Beispiel eine Farm wo alles moegliche angbeaut wird, von Avocados ueber Orangen bis hin zu Kakao und Zucker. In den Bauemen haben Affen geturnt und am Strand haben einige Pferde ein Bad genommen und sich abgekuehlt. Es ist alles sehr laendlich auf der Insel und wir haben viele Menschen auf Pferden und Ochsen statt in Autos gesehen. War bei den Strassen wahrscheinlich teilweise auch besser…  Am Ende waren wir in einer Lagune schwimmen. Drumherum der Dschungel und dabei noch eine Kokosnuss schluerfen…Herrlich! 🙂

    Wir haben auf der Insel ausserdem mal wieder nur gute Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Ich habe meine Kreditkarte im Automaten vergessen (jetzt bitte nicht alle schimpfen, kommt nicht wieder vor!) und habe sie tatsaechlich wieder bekommen, weil mir jemand hinterhergerufen hat! Ich kanns immer noch nicht glauben, dass ich so doof war, aber bin auch soo froh, dass ich sie wieder bekommen habe! Bisher waren wirklich alle Leute immer freundlich und hilfsbereit, egal ob in Mexiko, Guatemala oder hier. Ich hoffe das bleibt so!