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‘Mexico’ Category

  1. We survived Mexico City!!

    März 19, 2012 by Tiger

    Mexico City ist viel besser als man in Deutschland immer hoert.. Als wir mitten in der Nacht gelandet sind und ein Taxi zum Hostel genommen haben, sind wir zwar an Prostituierten vorbei gefahren, die um brennende Muelltonnen standen, der Taxifahrer hat jede rote Ampel ueberfahren und jedesmal wenn er in eine dunkle Seitengasse abgebogen ist, ist kurz unser Herz stehen geblieben, aber wenn man aufpasst ist Mexico City eigentlich doch recht sicher, zumindest so wie jede andere groessere Stadt.
    Klar, manche Dinge sind schon komisch.. Ich bin mir zum Beispiel nicht sicher ob ich es eher beruhigend oder beunruhigend finden soll, dass vor unserem Hostel ab und zu ueber 100 Polizisten stehen oder dass die Busse manchmal angehalten werden und alle Passagiere und Sitze auf Waffen untersucht werden damit man nicht den ganzen Bus entfuehrt, aber man gewoehnt sich dran.
    Als ob wir nicht am Tag davor schon genug Bus gefahren sind (9 Stunden), haben wir am ersten Tag eine Touri Bus Tour gemacht und sind so 9 Stunden durch Mexico City gefahren.. Die Tour war eigentlich total interessant, man muss nur aufpassen, dass man sich oben im Bus rechtzeitig duckt, weil die Stadt nicht wirklich gemacht ist fuer so grosse oben offene Busse und man sich sonst leicht mal in irgendwelchen Stromkabeln oder Plakaten verheddern koennte.. Ich hab einmal kurz nicht aufgepasst und wurde fast von einem Ast ausgeknockt..  Am naechsten Tag waren wir im Nationalen Antropologischen Museum. Das Museum war wirklich sehr interessant, aber einfach riesig.. wir haben es geschafft uns ein Viertel anzugucken in 5 Stunden und durch den Rest sind wir einfach nur noch durchgelaufen.
    Den dritten Tag haben wir mit einer Bootstour durch die Kanaele von Xochimilco gemacht und und haben Abends noch mit Freunden von Carina Tequila in einer Bar getrunken.. Der Abend war wirklich witzig und der mexanische Tequila ist echt lecker, vor allem wenn man so ein Tomantezeug hinterher trinkt! Ich versteh gar nicht warum wir in Deutschland nur den Tequila mit dem roten Hut haben! 😉 Den vierten Tag sind wir nach Teotihuacán gefahren um uns die Aztekenruinen anzuschauen. Vor allem der Tempel der Sonne, die drittgroesste Pyramide der Welt, war wirklich beeindruckend.

    Weitere Eindruecke und Bemerkungen:
    – Es gibt Muelltrennung in Mexico City, ein Muelleimer fuer Organic, einer fuer Inorganic, aber wenn man mal in den Muelleimer schaut, sieht man, dass innen beides zusammenfaellt
    – Die polizei kann man hier wirklich nicht ernst nehmen.. es ist durchaus moeglich gegen diverse Gesetze zu verstossen, bei denen man in Deutschland richtig probleme kriegen wuerde und trotzdem einfach weiter fahren zu duerfen, weil die polizei eigentich nur auf geld aus ist..
    – wenn man in einer bar sitzt und sich ueber die komische rot blaue Beleuchtung wundert, koennte das auch einfach nur von den ganzen Polizeiwagen draussen kommen
    – ich sollte endlich Spanisch lernen. ich verwechsele immer noch total viele Woerter und sage Sachen wie uebersetzt *ich moechte meinen tee gerne mit blau* oder *Ich haette gerne eine Cola, aber ohne Huehnereier*
    – Es ist in der Tat moeglich ein Canon Lumix Aufladekabel in Mexico City zu bekommen (ok definitiv kein Original, aber es laed wirklich meine Kamera), man muss sich nur durch diverese Markthallen und Staende mit gefaelschtem anderem Kram kaempfen und man sollte als Frau so viel anhaben wie moeglich, um nicht wieder von diversen Heiratsangeboten aufgehalten zu werden, weil die Grossteil dieser Maerkte doch aus Maennern besteht..

    – Es gibt viiiiel mehr Mariatchi Musiker als benoetigt, sodass diese teilweise auf die Strasse rennen, nur um irgendwie ihre Visitenkarte durch das offene Fenster zu bekommen, was teilweise echt boese enden kann.. Wir haetten fast einen ueberfahren, aber die typen sind echt hart, stehen einfach wieder auf und laufen zum naechsten Auto..

     


  2. San Cristobal de las Casas

    März 15, 2012 by Baer

    San Cristobal de las Casas stand eigentlich gar nicht auf unserer Reiseroute und war auch ein ziemlicher Umweg: 5 Stunden ueber eine kurvige kleine Strasse durch die Berge und das gleiche auch wieder zurueck. Die Busfahrten hier sind sowieso immer ein Abenteuer, aber diese Fahrt war schlimmer als Achterbahn. Aber: Es hat sich gelohnt! San Cristobal war nochmal etwas ganz anderes als alles was bisher von Mexiko gesehen hatten. Die Stadt liegt im Hochland, so dass die Luft tagsueber angenehm frisch, aber abends ganz schoen kalt wird. Auesserdem ist es eine alte Kolonialstadt mit unzaehlbar vielen Kirchen und engen Gassen in denen man sich als Fussgaenger fast die Beine bricht. Alles ist ziemlich hippiemaessig, mit vegetarischen Restaurants, Laeden die nur  „organic food“ verkaufen und esoterischen Raeucherstaebchen-Laeden. Man hat das Gefuehl ziemlich viele Backpacker sind hier einfach mal irgenwann haengen geblieben… Auf jeden Fall herrscht eine coole Atmosphaere und wir hatten zwei tolle Tage hier, haben lecker gegessen (ja, das geht endlich wieder…) und ziemlich viel Geld auf dem Markt gelassen. Julia, scheinbar das schwaechste Glied der Gruppe,  hat sich ausserdem oefter mal von Kindern umzingelt gefunden, die ihr irgendetwas verkaufen wollten (und hat auch einmal nachgegeben, deshalb ist sie stolze Besitzerin eines Tonloewen mit gebrochenem Ohr). Am letzten Tag haben wir eine Bootstour durch einen Canyon gemacht, wo es haupsaechlich hohe Felswaende und verschiedene Vogelarten zu bestaunen gab.


  3. Palenque

    März 10, 2012 by Baer

    Palenque gefaellt uns bisher von allen Orten, an denen wir in Mexiko gewesen sind, am Besten. Die Landschaft hier ist nicht so trocken wie in Yucatan, sondern es ist alles sehr gruen, es gibt viel Dschungel und es ist bergig.  Die hohe Luft feuchtigkeit hat sich allerdings auch in unserer ersten Unterkunft bemerkbar gemacht: Unser Zimmer wies Schimmelspuren in allen Variationen, von einfach bis haarig auf. Deshalb haben wir nocheinmal gewechselt und schlafen jezt in einem schoenen Hostel.

    An unserem ersten Tag hier haben wir die Maya-Ruinen Palenques besichtigt. Die waren viel beeindruckender als die in Tulum und Coba, die wir vorher schon gesehen hatten. Es ist noch sehr viel erhalten, auch Malereien an den Waenden, ausserdem gibt es sehr viele hohe Pyramiden. Und der Dschungel drumherum macht die Siedlung auch noch gleich viel schoener. Wir hatten hier einen sehr guten Guide, der uns viel ueber die Maya erzaehlen konnte und interessante Geschichten zu Steinansammlungen zu erzaehlen wusste, an denen wir sonst wahrscheinlich einfach vorbei gelaufen waeren. Als wir dann am Ende des Tages noch das erste mal Affen in freier Wildbahn in den Baumgipfeln herumturnen sahen, war der Tag perfekt!

    Heute stand kein grosses Besichtigungsprogramm an, sondern baden und sonnen an einem der schoensten Wasserfaelle hier in der Gegend: Agua Azul. Den Weg dorthin legten wir im Collectivo zurueck, dass sind Bullis, die hier auf kuerzeren Strecken die Busse ersetzen und hauptsaechlich von Mexikanern genutzt werden. Die Fahrt war wieder sehr abenteuerlich, da der Fahrer mit einem Affenzahn durch die engen, kurvigen Strassen am Abgrund entlang bretterte. Der Ausblick auf die Dschungeltaeler war dafuer toll. Wir sind auch durch einige kleinere Doerfer gefahren, wo wir das erste mal hier in Mexiko wirklich Armut gesehen haben. Die Menschen wohnen in kleinen Holz- oder Steinhuetten mit Welblechdaechern und die Kinder verkaufen am Strassenrand Maiskolben. Es sah wirklich alles sehr, sehr einfach aus.

    An den Wasserfaellen tauchten wir dann wieder in die Touristenwelt mit vielen Staenden und Restaurants ein. Und der Agua Azul ist definitiv der schoenste und groesste Wasserfall, den ich bisher gesehen habe! Er erstreckt sich ueber eine weite Strecke durch den Dschungel und das Wasser ist soo tuerkis! Ich hoffe wir koennen bald mal Bilder hochladen, denn das zu beschreiben ist schwierig. Oberhalb des Wasserfalls konnte man baden und sich mit einem Seil uebers Wasser schwingen, was sich allerdings nur Julia getraut und auch unfallfrei ueberstanden hat! 😉


  4. Montezumas Rache

    März 10, 2012 by Baer

    Jetzt sind wir schon eine Woche in Mexiko unterwegs und haben noch keinen Blogeintrag geschrieben! Das liegt aber nicht nur an unserer Faulheit, sondern auch daran, dass uns uns die typische Reiseerkrankung Mittelamerikas erwischt hat.  Details will ich euch ersparen, aber wir waren fuer einige Tage ziemlich ausgeknockt, so dass wir von Mexios schoener Karibikkueste recht wenig hatten. Da es aber sowieso die meiste Zeit bewoelkt war haben wir (hoffentlich) nicht zu viel verpasst. Mittlerweile geht es uns aber wieder gut und wir haben schon viel gesehen!

    Vor 2 Tagen waren wir in Merida, der groessten Stadt der Yucatan-Peninsula. Besonders gut hat uns der Palacio de Gobierno gefalen, in dem es einige Gemaelde zu bestaunen gab, die die Unterdrueckung der Maya durch die Spanier erzaehlen. Ansonsten war die Stadt besonders am Abend schoen, wenn es kuehler wurde und alles beleuchtet war.  Per Nachtbus ging es dann weiter nach Palenque. Die Fahrt dauerte 9 Stunden und der Busfahrer ist schon seeehr eigenwillig gefahren. Es war also besser, die Augen einfach zu zu lassen! Wir haben ausserdem mal wider gesehen, dass man hier gut auf seine Sachen aufpassen muss, denn zwei andere deutsche Maedchen vermissten nach der Fahrt ihre Kameras und Mp3-Player. Uns fehlt aber zum Glueck nichts.

     


  5. Cancun – mit Schreibtisch vor der Tuer laesst es sich gut schlafen!

    Februar 28, 2012 by Baer

    Nachdem wir also tatsaechlich das Flugzeug in Houston noch betreten durften, landeten wir um 9 Uhr Abends nach 25 Stunden Reisezeit endlich in Cancun. Nach all den Geschichten die wir bisher gelesen und gehoert hatten, rechneten wir ja schon fast damit von Soldaten mit Maschinenpistolen und einer Horde Taschendieben begruesst zu werden. So war es jedoch nicht, der Flughafen sah aus wie jeder spanische Flughafen auch und draussen fanden wir direkt unseren Shuttle, der uns in unser Hotel brachte. Das machte auch einen guten Eindruck, bis darauf, dass es es ein offenes Tor gab, so dass jeder in das Hotel spazieren konnte. Und unsere Zimmertuer konnte jeder halbwegs begabte EInbrecher mit einer Kreditkarte oeffnen. Also was tun? Letztendlich haben wir den schweren Schreibtisch vor die Tuer gewuchtet und konnten dann endlich gut schlafen. 🙂

    Am Morgen gab es ein leckeres Fruehstueck (die Empfehlung dass man kein Obst essen sollte, das schon gepellt ist, haben wir dann direkt mal in den Wind geschlagen), danach sind wir ein bisschen durch die Strassen gelaufen und haben uns mexikanische Handies gekauft. 

    Insgesamt war unser erster Ein druck von Mexiko super, alle Leute waren freundlich und haben Englisch gesprochen, es ist guenstig und das Essen (bisher getestet: Burritos und Fajitas con Pollo)  ist klasse!

    Aber jetzt geht es ja erstmal nach Kuba!